Dirndl Shop Vergleich Teaser

Trachtenmesse "Tracht & Country" Frühjahr 2014: zurück zu den Wurzeln

9. März 2014

Post image for Trachtenmesse

260 Aussteller in fünf Hallen und 3900 Fachbesucher: Das war die "Tracht & Country" Frühjahr 2014, die von 28. Februar bis 2. März über die Bühne ging. In Salzburg wurden wieder die neusten Trends und Kollektionen aus Trachten-, Landhaus-, Strick- und Walkwaren gezeigt. Und auch Designertrachten, Accessoires, Leder-, Pelzbekleidung und Naturtextilien hatten ihren Platz. Die internationale Messe gilt weltweit als einziger konzentrierter und repräsentativer Auftritt der Trachtenmodebranche.

"Junge Wilde" harmonieren mit Tradition
Insgesamt präsentierte sich die "Tracht & Country" in sechs Messehallen und auch dieses Jahr fand zwei Mal täglich die Trendmodeschau in Halle 4 statt. "Junge Wilde" wurden ebenso integriert wie traditionelles Handwerk. So präsentierten im "Alpinen Lifestyle Zentrum" mehr als 50 Firmen ihre Produkte und Designer sorgten mit dem Zusammenspiel von kulturellem Erbe und Fashion-Avantgarde für Überraschungen. In der "News Area" überboten sich die Newcomer und Rebellen der Branche an Fantasie und Kreativität. Und das "Trachtendorf" deckte den Bereich des traditionellen Kunsthandwerkes ab. Dort gab es Goldhauben- und Perlenstickereien ebenso zu sehen wir opulente Schmuckstücke.


Fotos: Reed Exhibitions / Andreas Kolarik

Trachtenmode wird wieder ursprünglicher
Die neuen Kollektionen für den Herbst/Winter 2014/15 präsentierten sich facettenreich und kreativ. Wenn sich auch das Ursprüngliche wieder mehr durchzusetzen scheint. Offenbar lautet das Motto: "Back to the Roots" und Beruhigung kehrt ein. "Die Grätsche zwischen Aufgemascherlt und Tradition wird wieder größer", sagte eine Designerin. Viele Hersteller sehen sich in ihrer Linie bestätigt, denn "das Ursprüngliche bleibt bestehen, wenn es sich natürlich entwickeln darf. Tracht gehört ja nicht ins Museum". Und so wurden auf der "Tracht & Country" schlank fallende Dirndl, schwingend und stilvoll, wadenlang bis knöchellang vorgestellt. Auch die Druckdessins geben sich mit Streublumen und Tupfen vertraut doch zeitgleich raffiniert. Zumeist sind die Muster in dunklen Farben gehalten: Naturtöne, Schwarz, Dunkelbraun, Taubengrau, Zimt und traditionelles Hellblau. Besonders beliebt scheint die Kombination von Hellgrau und rosa zu sein. Dabei bleib die Detailgestaltung traditionell mit Paspeln, Froschgoscherln, Spitzenrändern und Besätzen.

Der Dirndlrock ist zurück
Jedoch gab es durchaus auch Neues zu sehen. Zum Beispiel Dirndl mit Ärmeln und ohne Bluse oder auch Einzelschürzen mit effektvollen Riesentiermotiven, die alte Dirndl wieder aufmotzen sollen. Ebenso Floraldessins, Taft oder Brokat sowie silbrige Pastellfarben wurden gesichtet. Und: Das Dirndl bekommt Konkurrenz, denn der Dirndlrock ist wieder da! Sehr gerne wurde er im Mustermix gezeigt, mit Hüftpasse, angesetztem Rock und diversen Paspeln und Besätzen. Meist sind die Röcke zwischen 50 und 90 cm lang, sehr oft auch 70 cm und sind in Falten gelegt. Passend dazu gibt es neue Bustiers mit Rüscherlrand oder Passepoile am Ausschnitt. Die Röcke werden mit und ohne Schürze getragen und auch Stutzen und Halbschuhe zum Rock liegen im Trend.

Lederhosen und Trachtenkostüme
Nach wie vor beliebt sind auch die Lederhosen, besonders für die jüngere Damen-Generation werden sie sehr kurz angeboten. Entsprechen sonst aber dem männlichen Vorbild mit Latz, Stickerei und Hosenträgern. Allerdings gibt es sie inzwischen auch in Jeanssstoff. Für die Herren gibt es die Lederne natürlich auch, gerne kombiniert mit Leinenhemden, zahlreichen Karovarianten, Strick- und Walkjankern. Am Laufsteg wieder gesichtet wurden auch die klassischen Trachtenkostüme: Stark taillierte Jacken zu engem Bleistiftrock. Oder taillierte Jacken zu Falten- oder Godetröcken. Während dessen sind Pullover häufig mit Pelz besetzt und mit irischen Strickmustern verziert. Und die Strickgilets für Damen kommen eng und bustierartig daher. Um das Outfit zu vervollständigen, wurden auch eine Vielzahl an Accessoires präsentiert. Vom rustikalen Gummistiefel über bestickte Patschen bis hin zu Dirndl-Pumps mit Keilabsatz war alles dabei. Auch Dirndl-Umhängetaschen oder Schmuck wie Silber-Panzerketten, Opalschmuck oder Perlmutt-Anhänger fehlten nicht. Allerdings gingen die Designer auch hier weg vom Verschnörkelten und bleiben eher klassisch.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Previous post: